EBBE
↑ Öffentliche Ausstellung im Bürgerservice Innsbruck

Spiegel Installation

EBBE



EBBE ist eine vormals ortsspezifische Installation für ein stillgelegtes Wasserkraftwerk in Innsbruck. Ziel des Projekts war es, Stromerzeugung sichtbar zu machen und damit das Bewusstsein für Themen wie Energieknappheit und Gewässerökologie zu schärfen.

Als weitgehend CO²-neutrale Form der Energieerzeugung mit guten Möglichkeiten zur Energiespeicherung ist die Wasserkraft in Zeiten des Klimawandels eine unverzichtbare Energiequelle. Dennoch wird die Wasserkraft vor allem wegen ihrer gravierenden Auswirkungen auf die Gewässerökologie kritisiert. Die Regulierung von Flüssen und deren Ausbau mit Kraftwerken hat der Artenvielfalt der Gewässer großen Schaden zugefügt.

Das Kraftwerk mit seiner imposanten Turbinenhalle steht unter Denkmalschutz. Da dieser Raum für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollte, war es wichtig, eine Installation zu entwickeln, welche die historische Dimension des Gebäudes berücksichtigt, gleichzeitig aber eine starke eigenständige Qualität besitzt.

Der größte Teil der turbinenförmigen Installation besteht aus Spiegeln, die zwei Zwecke erfüllen:
Die Spiegel haben keine eigenständige Oberfläche, sondern nehmen das Aussehen ihrer Umgebung an. So trägt das Material zum ortsspezifischen Charakter der Installation bei.
Darüber hinaus verteilen die Spiegel bei Nacht wasserartige Reflexionen über die gesamte Halle hinweg. Das lebhafte Licht wird durch ein rotierendes geometrisches Glaselement aus Floatglas und blauem mundgeblasenen Echt-Anitkglas erzeugt, das in der Mitte der Installation hängt und von sechs LED-Strahlern beleuchtet wird.

Das Palindrom EBBE als Titel der Installation transportiert nicht nur den reflektierenden Charakter des Kunstwerks. Nach der Ebbe kommt bekanntlich die Flut: Die Installation macht sich diese Dichotomie zunutze und verwandelt das stagnierende Wasserkraftwerk in einen dynamischen Ort für Kunst und Kultur.

Danke: Stefanie Kirschner, Helene Schnitzer, Michael Gassebner, Gerhard Medicus
Jahr: 2022
Abmessungen: Durchmesser ~ 2.5 m
Materialien: Float-Glas-Spiegel, Float-Glas, Mundgeblasenes-Echt-Antikglas, lasergeschnittener Stahl, Ketten, LED-Strahler, Hängedrehbühne, verschiedene Klebstoffe
Initiiert von: Kulturnetz Tirol
Ausgewählt von: TKI (Tiroler Kulturinitiativen)
Gefördert von: Land Tirol

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↑ Foto: Maite Mateo
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